„Wie lange dauert das?" ist eine berechtigte Frage. Und die ehrliche Antwort lautet: Ein sauber aufgesetzter Pilot für einen einzelnen Prozess zeigt nach vier Wochen belastbare Ergebnisse. Nicht nach sechs Monaten, nicht nach einem Jahr.
Hier ist was in diesen vier Wochen passiert - und was nicht.
Woche 1: Prozess verstehen, nicht bauen
Die erste Woche gehört nicht der Technik. Sie gehört dem Prozess.
Gemeinsam mit Ihrem Team schauen wir uns den Zielprozess genau an. Wie kommen Aufträge heute rein? Welche Formate gibt es? Was tut ein Disponent wenn eine Adresse fehlt? Was passiert bei Duplikaten? Was sind die fünf häufigsten Ausnahmefälle?
Das Ergebnis dieser Woche ist kein Code - es ist ein klares Bild davon, was der Agent können muss, und was er eskalieren soll. Und meistens ist es auch ein Bild davon, wo der Prozess selbst noch Lücken hat die niemand vorher bewusst gesehen hat.
Woche 2: Basis aufbauen, erste Tests
In der zweiten Woche entsteht die erste lauffähige Version des Agenten. Noch kein Produktionssystem - ein Prototyp, der mit echten Beispielen aus Ihrem Betrieb arbeitet.
Wir testen mit den häufigsten Fällen: die zehn typischsten Auftrags-E-Mails, die drei häufigsten PDF-Formate, die Standardfälle die täglich vorkommen. Der Fokus liegt auf dem Kern - nicht auf Ausnahmen, nicht auf Perfektion.
Am Ende der Woche können Sie sehen, wie der Agent arbeitet. Nicht in einer Demo-Umgebung mit schönen Beispieldaten - mit Ihren echten Daten.
Woche 3: Ausnahmen definieren, Schnittstelle anbinden
In der dritten Woche wird der Agent robuster. Die TMS-Anbindung wird aufgebaut, die Eskalationslogik definiert: Was macht der Agent wenn er sich nicht sicher ist? Wer bekommt die Meldung, in welcher Form, mit welchen Informationen?
Gleichzeitig werden die Ausnahmen aus Woche 2 bearbeitet - die Fälle die im Prototyp noch nicht funktionierten. Nicht alle müssen gelöst werden. Manche Ausnahmen sind seltener als man denkt, manche lassen sich durch eine kleine Prozessänderung eliminieren.
Woche 4: Parallelbetrieb und Bewertung
In der vierten Woche läuft der Agent parallel zum normalen Betrieb. Ihre Disponenten arbeiten wie gewohnt - der Agent verarbeitet dieselben Eingaben gleichzeitig, und die Ergebnisse werden verglichen.
Das ist der entscheidende Test. Nicht „funktioniert die Technik?" - sondern „funktioniert sie gut genug für den Echtbetrieb?" Wie hoch ist die Erkennungsrate? Wie viele Fälle eskaliert der Agent korrekt? Wo weicht sein Ergebnis vom manuellen ab - und warum?
Am Ende der vierten Woche haben Sie eine klare Antwort auf diese Fragen. Und eine fundierte Grundlage für die Entscheidung: Go-Live, Nachschärfen, oder anderer Prozess.
Ein Pilot liefert nicht die fertige Lösung – er liefert die belastbare Entscheidungsgrundlage.
Was Sie in vier Wochen nicht bekommen
Keine vollständige Automatisierung aller Prozesse. Keinen perfekten Agenten der nie eskaliert. Keine garantierte Zeitersparnis von X Prozent.
Was Sie bekommen: Klarheit. Klarheit darüber ob KI für Ihren Betrieb funktioniert, für welchen Prozess, mit welcher Genauigkeit, und was der realistische nächste Schritt ist.
Das ist der Wert eines Pilots - nicht die fertige Lösung, sondern die belastbare Entscheidungsgrundlage.